Unsere aktuellen Projekte

Jahresrückblick 2018.pdf
PDF-Dokument [688.5 KB]

Adventsbazare in

Pfedelbach-Oberhöfen und

in Schöntal-Bieringen

Am Sonntag, 25. November, veranstaltete der Namibia-Unterstützungsverein zwei Adventsbazare, einen in Pfedelbach Oberhöfen im alten Schulhaus, den weiteren in Schöntal-Bieringen, Weinbergstraße 33, bei Müllers im Hof.

Beide Adventsbazare fanden von 11 bis 17 Uhr statt.

Viele Personen hatten im Vorfeld ganz unterschiedlich Adventliches gebastelt und hergestellt. Zu erschwinglichen Preisen war es möglich, seine eigene Umgebung auf die Adventszeit und Weihnachtszeit vorzubereiten. Auch kleine weihnachtliche Geschenke für Freunde und Angehörige konnten dabei gefunden werden.

Mit Bratwürsten und Getränken, aber auch mit Kaffee und Kuchen war sehr gut für das leibliche Wohl an dem Tag gesorgt.

Der gesamte Erlös floss zu 100% in die Unterstützungsprojekte in Namibia.

Dabei bekommen unter anderem ca. 120 Kinder in zwei Suppenküche dreimal die Woche eine vollwertige, gesunde Mittagsmahlzeit, weiteren 50 Jugendlichen wird die Unterbringung in einem Schülerheim ermöglicht und ca. 40 Eltern werden zusätzlich mit dem Schulgeld für ihre Kinder oder mit dem Kindergartenbeitrag ihrer Kleinkinder unterstützt.

Schön, dass manche von Ihne dabei waren und sich auch über unsere Arbeit informierten.

 

 

Der Namibia-Unterstützungsverein festigt seine Strukturen in Namibia

 

Die meisten Vereinsprojekte laufen durch die konkrete Arbeit in Okombahe von Albertina Swartboi (eine Suppenküche für ca. 80 kleinere Kinder, ihre Unterstützung von vier Schülerheimen und des einen Kindergartens mit der Toy-Library) und Yvonne Nowases (eine zweite Suppenküche für ca. 80 ältere Schulkinder, die Unterstützung im kirchlichen Schülerheim und die Durchführung der Kindergottesdienst-Partnerschaft) und anderen Mitarbeitern in Okombahe sehr ruhig und Mut machend.Lange fehlten dem Verein jedoch einheimische Menschen, die strukturell unterstützen und die die Übersicht bei Anfragen und Problemen behalten.

 

Schon seit drei Jahren hat der Verein in Namibia ein eigenes Vereinskonto, das Vehepa Akwenye betreut und von dort die Inlandsüberweisungen vornimmt. Nur mit ihr als Ansprechpartnerin und als Verantwortliche vor Ort war das für eine ausländische Institution möglich.

Seit letztem Jahr unterstützt nun Christof Kisting den Verein. Er studierte über ein Stipendium seinen Master of Law and Business in Hamburg und wurde von Vereinsmitgliedern in seinen letzten Monaten in Deutschland privat unterstützt. Nach längerem Suchen fand er eine sehr interessante Arbeitsstelle in Tsumeb als „Tsumeb Community Trust Administrator“. Dabei investiert er Stiftungsgelder der Tsumeber Mine in kleinere soziale, schulische und ökologische Projekte größtenteils in und um Tsumeb herum, um die Lebensbedingungen der Menschen dort zu fördern. In seiner Freizeit hat er sich bereiterklärt, die Projekte unseres Vereins zu koordinieren und weiterzuentwickeln.

Nun liegt Tsumeb leider ca. 5 Stunden von Okombahe entfernt. Da er jedoch sehr strukturiert ist und nach einem persönlichen Kontakt auch sehr viel über Telefon laufen kann, sind wir sehr froh über sein Engagement. Für seine größtenteils ehrenamtlichen Arbeiten bekommt er vom Verein eine kleine Aufwandsentschädigung.

Auf der letztjährigen Reise lernte Joachim Knoche Naftaline Hiiko aus Omaruru kennen, das „nur“ 70km von Okombahe entfernt liegt. Sie ist Lehrerin an der dortigen Sekundarschule und ist gerne bereit auf Stundenbasis den Verein zu unterstützen. Da Omaruru der nächstgelegene Einkaufsort der Menschen von Okombahe ist, bestehen dabei natürliche Berührungspunkte. Sie soll in Zukunft viele der 50 Schüler und Schülerinnen in den Schülerheimen 2-3mal pro Jahr besuchen, ihnen als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen und bei Problemen in den Projekten vermitteln.

Durch Christof, Naftaline und Vehepa hat der Verein drei namibische Personen vor Ort, die den Vorstand und den gesamten Ausschuss stark entlasten. Die konkreten Ansprechpartner vor Ort helfen durch ihre Landeskenntnisse schneller und richtiger zu reagieren und nicht so lange warten zu müssen, bis wieder mal Personen aus Deutschland in Namibia sind. 

 

Und doch ist es gut, wenn Vereinsmitglieder 1-2mal im Jahr bei den konkreten Projekten sind, um diese zu begleiten und weiterzuentwickeln. In diesem Sinne findet jetzt im August wieder eine kleine Gruppenreise mit dem Vorsitzenden und weiteren acht Personen aus der Umgebung statt.

 

 

Eine zweite Suppenküche für Okombahe

Für drei Wochen war Margret Knoche bei den Projekten des Namibia-Unterstützungsvereins in Okombahe und Umgebung. Viele einzelne Projekte, z.B. die Toy-Library (eine pädagogische Spielzeug-Ausleihe) im Kindergarten wurde für den Anfang weiterentwickelt, einbruchssichere Fenster und Türen und Regale für das Spielzeug wurden angeschafft. Ein zweiter Kindergarten in Okombahe bekam ein Schattendach, damit die Kinder auch im Sommer draußen in der Hitze spielen können.

Ein besonderer Wunsch kam von der Dibasen Sekundarschule. Dort werden in Okombahe die Klassen 8-10 unterrichtet. Die meisten Schüler und Schülerinnen (ca. 200) sind in dem angegliederten Schülerheim untergebracht, da die täglichen Anfahrtswege von zu Hause zur Schule viel zu weit wären. Für neun bedürftige Schülerinnen und Schüler werden vom Verein die Schülerheimkosten übernommen. In den allgemeinen Schülerheimgebühren enthalten ist ein regelmäßiges ordentliches Mittagessen für diese Jugendlichen. Die anderen ca. 80 Jugendlichen jedoch, die in Okombahe wohnen, müssen in der Mittagspause vor dem dreimaligen Nachmittagsunterricht nach Hause gehen. Nun besteht jedoch das Problem, dass die meisten dieser Jugendlichen nicht mehr zur Schule zurückkommen und den Nachmittagsunterricht vorsätzlich versäumen. Um dieses zu unterbinden, wurde der Wunsch von der Schulleitung an den Verein herangetragen, ob wir nicht für diese 80 Jugendlichen eine Suppenküche mit einem einfachen Mittagessen in der Nähe der Schule einrichten könnten. Yvonne Nowases, die Sekretärin der Schule, hat nun zusammen mit einer Köchin diese Suppenküche angefangen, die von dem Verein regelmäßig finanziert wird.

 

Margret Knoche war im Februar/März 2018 für drei Wochen in Namibia und hat die Projekte des Namibia-Unterstützungsvereins besucht und mit den dortigen Mitarbeitern weiterentwickelt. Dabei hat Paulus Shiku, ein Reporter der Namibian-Press-Agency (Nampa), was mit dem deutschen dpa vergleichbar ist, ein kleines Video über ihren Aufenthalt und einige Projekte gedreht https://youtu.be/jIajfNUYcXA .